Ein ganz besonderer Stromausfall

Am 15. Januar sollte der Zentralgottesdienst aus Oldenburg auch in unsere Gemeinde Stade übertragen werden. Doch die Technik machte uns einen Strich durch die Rechnung. Wie es trotzdem ein ganz besonderer Gottesdienst wurde…

Wer am 15. Januar in unsere Kirche kam, der hätte sich vielleicht fragen können, ob es sich wirklich um eine neuapostolische Gemeinde handelt: Kein Licht, nicht geheizt, kein Orgelspiel, die meisten Gottesdienstbesucher in Jacken und Mänteln und auch keine Gottesdienstübertragung aus Oldenburg, die für diesen Tag vorgesehen war. Denn am 15. Januar fand der große Zentralgottesdienst des Bezirksapostels statt, der aus Oldenburg per Satellitenübertragung in den gesamten Bezirksapostel-Bereich übertragen wurde. Einige Geschwister sind noch kurzfristig in die Nachbargemeinden ausgewichen, aber die meisten sind einfach geblieben und so erlebte die Gemeinde bei Kerzenschein und größtenteils in Jacken, Mäntel und Schals eingepackt einen ganz besonderen Gottesdienst.
„Ich bin der Erste und der Letzte“ (Offenbarung 1,17). Ausgehend von diesem Bibelwort stand Jesus Christus im Mittelpunkt der Predigt, der auch in uns Menschen stets der Erste und der Letzte sein möchte. Aber auch die besondere Situation prägte den Gottesdienst. So lassen uns unvorhergesehene Dinge manchmal erkennen, was wirklich wichtig ist. Sie lassen uns scheinbare Selbstverständlichkeiten erkennen und wieder mehr schätzen lernen. Gleichzeitig rückt das Wesentliche in den Fokus zurück: Wortverkündung, Gemeinschaft, Gebet und Sakrament. In diesem Sinne feierte die Gemeinde einen auch über die natürlichen Umstände hinaus wirklich  besonderen Gottesdienst. Übrigens: Während die Sündenvergebung verkündet wurde, kehrte der Strom zurück und erleuchtete die Kirche: Ein schönes Bild! Dieser Gottesdienst wird wohl in Erinnerung bleiben.